Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019

Wie jedes Jahr kommt hier der Jahresrückblick über meine Arbeit und meine liebsten popkulturellen Medienangebote. Es ist viel passiert: Ich war auf einer Menge Panels, hab gesprochen und geschrieben, meine Masterarbeit begonnen, bin von der ZEIT zu einer der 100 wichtigsten Ostdeutschen gekürt worden und mehr. 

Professionell lief es wie jedes Jahr gut. Zu Beginn jeden Jahres, weiß ich nie so wirklich, was für Projekte anstehen. Es ist also jedes Mal wie eine Wundertüte voller Jobs, für die ich sehr dankbar bin. Dieses Jahr hat auf jeden Fall das Thema Rassismus und Politik in Ostdeutschland überwogen, obwohl ich mir diesen Schwerpunkt nicht selbst gesetzt habe und er eher „zu mir kam“.

Zu meinen professionellen Highlights gehören mein TedX-Talk über Hate Speech, Veröffentlichungen in Büchern, von der ZEIT als eine der 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen gekürt zu werden sowie die Moderation des Jubiläumssymposiums des Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Ich war also viel unterwegs, um vor Publikum zu sprechen. Noch nie zuvor habe ich so viele Panels wie diesen Herbst gemacht. Für 2020 wünsche ich mir, dass da wieder mehr Schreib- sowie Videoarbeit hinzukommt.

Persönlich gab es tatsächlich keine großartigen Einschnitte und trotz eines schönen Sommers an amerikanischen Pools, habe ich mich so ungewiss wie selten gefühlt. 2019 war mein letztes vollständiges Jahr als Studentin. Ich bin gleich nach der Schule von daheim ausgezogen, habe meinen Bachelor gemacht, nebenbei immer gefreelanced und danach sofort diesen Doppelmaster begonnen. Mit diesen Abschlüssen im Mai 2020 ist der Lebensabschnitt Studium halt einfach vorbei und ich habe wirklich viel darüber gegrübelt, wie es danach weitergehen soll. Viellicht fiel es mir, von der Thematik abgesehen, auch deshalb so schwer mich an die Masterarbeit zu setzen. Ich wusste, dass es das einzige ist, das noch zwischen meinem Studentinnen-Ich und dem danach steht.

Mittlerweile habe ich aber Pläne für 2020 gefasst und bin gespannt auf das neue Jahr. Ich werde 25 werden, die Uni abschließen und vielleicht umziehen. Und ganz egal, wie viele Unsicherheiten es gibt, dieses Jahr habe ich gelernt, dass zumindest professionell einigermaßen Stabilität gibt und mich mein Umfeld bei allen Zweifeln auffängt. Diese Erkenntnisse waren mit die wertvollsten Gedanken für meine persönliche Weiterentwicklung.

Was das politische Jahr angeht, wüsste ich gar nicht, wo ich hier anfangen sollte. 2019 war angesichts rechtsextremen Terrors, die Relativierung dessen, ostdeutschen Landtagswahlen etc. ein Desaster und ich danke an dieser Stelle allen Engagierten, Politiker*innen, Journalist*innen sowie Organisationen, die sich dem entgegenstellen.

Nun aber zum Rückblick. Wie im letzten Jahr gibt es Listen in verschiedenen Kategorien: Meine Arbeit, Interviews mit mir, Filme und Fernsehen sowie Musik. Es fehlen Twitter-Threads und Artikel, aber da empfehle ich euch wirklich einfach meinem Twitter zu folgen.

Meine Arbeit

Panels/Podiumsdiskussionen

  • Panel über Hate Speech – No Hate Speech Movement
  • Panel über die politischen Dimensionen des Kinos – Filmkunstmesse
  • Panel über postmigrantische Gesellschaften in Ostdeutschland – LOST in Transformation Konferenz
  • Panel über Vietdeutsche im Osten – Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft
  • Panel Ostdeutsch Plus – 30 Jahre Mauerfall
  • Panel zur Zukunft des digitalen Aktivismus – Institut für Protestforschung
  • Panel zum Umgang mit Rechtspopulismus in den Medien – Grimme Institut

Workshops

  • Workshop zu Strategien gegen Hate Speech – Junge Konferenz
  • Workshop zu Strategien gegen Sexismus im Alltag – DGB
  • Workshop zum Einstieg ins Bloggen – Jugendmedientage
  • Workshop für Kreatives Schreiben mit Jugendlichen

Moderationen

  • Interviews auf ALEX TV –  Amadeu Antonio – Stiftung
  • Moderation des Jubiläumssymposiums des Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
  • Moderation des Journalismus Jam – Jugendmedientage
  • Moderation Paneldiskussion – Boostcamp Demokratie

Vorträge

  • Keynote zu Hate Speech und Online-Zivilcourage – Demokratie Boostcamp
  • Live-Interview über Strategien gegen Rassismus und Sexismus im Alltag – Disney Deutschland
  • TedX Talk zu Hate Speech (auf Englisch)

Artikel

  • Interview mit Prof. Elisabeth Klaus über Frauenmedien (taz)
  • Interview mit Mai Duong Kieu über Bad Banks und Diversität in deutschen Serien (taz)
  • Artikel zu Netflix und seine Start-Strategie (taz)
  • Artikel zu Game of Thrones und wie die Frauencharaktere ruiniert wurden (Supernova)
  • Artikel zur Lage Zivilcourage und Rassismus in Ostdeutschland (taz)

Beiträge in Buchveröffentlichungen

Masterstudium

  • Die letzte Hausarbeit meines Lebens (yaaay)
  • Beginn der Masterarbeit

Interviews mit mir/Texte über mich

Podcast-Gast

  • Zu Gast bei Rice & Shine
  • Zu Gast bei Leitmedium

Medien

Film und Fernsehen

Ich hatte dieses Jahr das Glück, im Rahmen eines Panels auf der Leipziger Filmkunstmesse akkreditiert zu sein und somit viele Filme weit vor offiziellem Start zu schauen. Als Filmfan war das etwas sehr Besonderes für mich. Während ich sowieso versuche, Filme zu schauen, die den Bechdel-Test bestehen, ist es mir auch wichtig, Filme von Frauen über Frauen zu schauen. Dieses Jahr erschienen so einige Filme von weiblichen Regisseuren. Umso enttäuschender, dass diese z.B. bei den Golden Globes in der dazugehörigen Kategorie völlig ignoriert wurden.

Filme, die nachhaltig Eindruck hinterlassen haben und ich wirklich sehr sehr empfehle:

Parasite (absoluter Film des Jahres – guckt den!!!)
The Farewell

Filme, die ich unterhaltsam fand und auch empfehle:
Hustlers
Someone Great
The Good Liar
Always Be My Maybe
Book Smart

Filme, auf die ich mich gefreut habe, aber wirklich nicht so mega fand:
Toy Story 4
Late Night
Burning

Serien, die ich empfehle:
Chernobyl
Tuca and Bertie

Tuca and Bertie ist ein absolutes Millenial-Meisterwerk, das er derart noch nicht zuvor gegeben hat. Ich bin absolut sauer, dass Netflix diese Serie nach nur einer Staffel abgesetzt hat und empfehle sie vor allem Frauen uneingeschränkt.

Film und Fernsehen

Alben/Mixtapes/EPs
Doja Cat – Hot Pink
Tinashe – Songs For You
Ari Lennox – Shea Butter Baby
Summer Walker – Over It
Khelani – While We Wait
Saweetie – Icy
Ariana Grande – Thank u, next
DaBaby – Kirk

Songs
Jhené Aiko – Triggered (Freestyle)
Normani – Motivation
Teyana Taylor & Kehlani – Morning
Khalid – Talk
Miley Cyrus & Mark Ronson – Nothing Breaks Like A Heart
Nicki Minaj – Suge Freestyle

You May Also Like

Leave a Reply

*