Worte: Ein Award und 11 Fragen.

Corinne von Makellosmag hat mich zu einem ihrer liebsten Blogs erkoren und gleich einen Fragebogen hinterhergeschickt. Lest meine Antworten nach dem Sprung. 

Hui. Erstmal ein großes Dankeschön für die Wahl und auch die liebe Umschreibung. Ich freu mich sehr, dass ich den Liebster Blog Award von Corinne bekommen habe und beantworte nun die Fragen.
1. Wie geht’s dir jetzt, da du anfängst die Fragen zu beantworten? Freude, unliebsame Pflicht oder “Ich mache einfach copy-paste aus anderen Fragebögen”?
Über die ganze Sache freue ich mich sehr. Tatsächlich habe ich meinen letzten Fragebogen auf myspace ausgefüllt, das ist also schon eine ganze Weile her. Unterhaltungen sind eine schöne Beschäftigung und das hier wird ja eine Art Unterhaltung werden.
2. Seit wann gibt es deinen Blog? Worum geht es? Hat sich das Thema schon einmal gewandelt?
narcoticarts gibt es seit April 2013. Hier schreibe ich über Feminismus, Veganismus und Dinge, die mich beschäftigen. Außerdem gibt es Bilder von meinen Fotoshootings und Fashion-Kram. Einen Wandel gab es nicht, es kamen einfach immer mehr Themen hinzu.
3. Was war zuerst da? Die Lust am Schreiben oder die Lust, einen Blog aufzumachen?
Mit dem Schreiben habe ich schon angefangen, als ich noch nicht mal wusste, dass man seine Gedanken auch im Netz veröffentlichen kann. Die Lust am Schreiben war also zuerst da.
4. Wann passen dein digitales & analoges Leben nicht zusammen?
Wahrscheinlich sind beide Punkte manchmal unpassender, als ich es glaube. Einerseits surfe ich gerne, andererseits will ich eigentlich viel mehr offline machen (meine Pläne für dieses Jahr sind unter anderem auch mehr Lesen und mehr Filme schauen). Dann kommt noch hinzu, dass ich ständig bloggen mag, mich dann unter Druck setze und letztlich leicht genervt vorm Computer sitze, da ich denke, dass ich noch anderen Kram erledigen müsste. Jetzt in dem Augenblick zum Beispiel: Ich bin bald mit meinen Freundinnen verabredet, will aber auch diesen Artikel gewissenhaft beantworten und dann veröffentlichen. Uaaaahhhh. Ganz schön lang Antwort übrigens, vielleicht sollte ich mal darüber schreiben o:
5. Was horten und sammeln Sie – und was verbrauchen und genießen Sie?
Lustige Frage: Schon als Kind habe ich eine Menge gesammelt. So viel, dass ich es mir jetzt abgewöhnen will. Als Kind war das Kram von Diddl, Stundenpläne und Kakteen. 2013 waren das Musterstrumpfhosen (was man auch gut an den Outfits aus dem Jahr sieht) und jetzt ist es schönes Geschenkpapier. Außerdem stehe ich auf Magazine. Meine liebsten Titel werden jeden Monat gekauft und stehen dann neben Büchern, die ich irgendwie auch horte.
Außerdem habe ich einen sehr hohen Taschentuchverbrauch und genieße Zeit mit Menschen, die ich selten sehe.
6. Welche Speisen essen Sie aus Heimweh (z.B. die deutschen Urlauber auf den Kanarischen Inseln lassen sich täglich das Sauerkraut mit dem Flugzeug nachschicken) und fühlen Sie sich dadurch in der Welt geborgener?
Speisen sind ja schonmal ein gutes Thema, aber ich verzehre kaum etwas aus Heimweh. Sandwiches erinnern mich immer an Tage zu Hause, gleichzeitig nehme ich sie auch immer auf Reisen mit, da sie sich als super Proviant erwiesen haben. Gilt das? 
7. Gibt es Freundschaft ohne Affinität im Humor?
Nein, das glaube ich nicht.
8. Hätten Sie von sich aus die Ehe erfunden?
Nein. Die Ehe ist mir gar nicht so wichtig, aber das hält mich nicht davon ab, irgendwann eine total kitschige Hochzeit feiern zu wollen.
9. Was bewundern Sie an Frauen?
Haben wir denn so viel Zeit? Das soll jetzt keine plakative, verkürzte Antwort werden. Ich bewundere an Frauen, dass sie so viel unter einen Hut bekommen, das gesellschaftlich als selbstverständlich gilt. Die Rolle der Tochter, Mutter, Freundin etc. wird meist in sich vereint, ohne dass man sieht wie anstrengend das sein kann. Eigentlich fällt es mir schwer eine Antwort zu geben, die mich befriedigen würde, da die Frage so viel Spielraum lässt.
10. Welche Hoffnung haben sie aufgegeben?
Eigentlich möchte ich die Hoffnung nicht aufgeben, aber bei einigen Dingen ist das schon passiert. Auch hier könnte ich wieder eine ganze Seite schreiben, um meine Standpunkte rundum darzustellen. Leider glaube ich nicht mehr daran, dass Menschen, die meinen, über Situationen urteilen zu können, in die sie nie kommen werden, merken, dass sie nicht dazu befugt sind, sich darüber zu äußern. Kettensatz – ihr wisst schon, solche Leute zum Beispiel. Dann finde ich, dass Alltagrassismus einfach Normalzustand ist und die Mehrheit immer sagen wird: „Na hab dich doch mal nicht so“ oder „Du bist aber empfindlich“, als dass man das Problem anerkennt.
Außerdem glaube ich nicht, dass mein verkorkster Schlafrhythmus wieder „normalisiert“ werden kann, aber das ist eine andere Geschichte.
11. Was ertragen Sie nur mit Humor?
Trolle in all ihren Formen. 
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So das war es dann. Einiges hätte viel umfangreicher beantwortet werden können, es hat mir viel Spaß gemacht auf Kommando über so Verschiedenens nachdenken zu müssen. Ich nominiere Radina von strawberryelmo, Ali von Trollbar, André Herrmann und Ninia von Ninia LaGrande. Ob ihr mitmachen wollt, ist euch überlassen. 
Da „tiefgründige“ Fragen meist nicht ausreichend beantwortet werden können, stelle ich ein paar random Fragen, die trotzdem ganz interessant sind.
1. Warst du schonmal freiwillig an einem Ort und wolltest ihn nach nur kurzer Zeit wieder verlassen?
2. Wenn du einen Burger isst, wo platzierst du die Soße? Welche Soße nimmst du überhaupt?
3. Nenne eine Sache, die du an deinem Wohnort nervig findest.
4. Was war dir zuletzt peinlich?
5. Welchen Gegenstand verschenkst du, wenn du beim Wichteln eine Person ziehst, die du nicht magst? 
Okay. Fünf Fragen müssen reichen.   
<3

Update:
Ali und auch Radina haben ihre Fragen schon beantwortet. 
Alis Antworten gibt es hier.
Radinas Antworten gibt es hier. 

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