Worte: Die anderen und du.

Manchmal lernt man Menschen kennen und merkt sofort, dass die Stimmung angespannt ist. Vielleicht ist man sich unsympathisch oder hat einfach einen schlechten Tag. Neulich war ich in solch einer Situation, die mir sehr unangenehm war, denn eine Grundstimmung war vorherrschend: das Konkurrenzdenken. 

Das Konkurrenzdenken ist im Alltag vorherrschend, ob man es will oder nicht. Sei es in der Schule, manchmal vielleicht in der Uni oder sogar unter Freunden. Deshalb bin ich der Meinung, dass man es sich in „neutralen“ Situationen nicht noch unnötig schwer machen muss. 
Menschen scheinen sich aber auch gerne zu messen, wenn es um ihre Hobbys geht.

Poetry Slams werden oft als Dichterwettstreit bezeichnet und eigentlich ist man auch immer entspannt dort. Manchmal gibt es eben doch Menschen, die mit aller Kraft gewinnen wollen und die ganze Sache mega verkrampft angehen, doch das habe ich nur wenige Male mitbekommen. 

Vor einiger Zeit erwähnte ich in einem Gespräch, dass ich blogge. Statt gefragt zu werden, worum es denn ginge, kamen gleich Bermerkungen zu Sponsoring, Followerzahlen und anderen Erfolgen – natürlich mit eigenen Angaben hinterher. Mein Blog ist für mich eine Gedankenblase, samt Ideenspielplatz und keine Werbeplattform oder inhaltich eine Seite, in der ich mich einschränken lassen will.
Noch schlimmer ist Konkurrenzdenken in Sachen Körper und dem Modeln. Mein Blog betrifft Inhalte und Gedankengut, aber beim Modeln geht es um den Körper und eben auch das Gesicht. Ich kenne persönlich niemanden, der hauptberuflich modelt (okay, Mel ausgenommen, aber diese Frau hat im Allgemeinen eine sehr entspannte und vorbildliche Haltung) und sich deshalb so verkrampften sollte. Ich selbst würde mich auch nie als Model (außer im Logo, aus Platzgründen) bezeichnen, sondern eher als jemand, der gerne Modeljobs macht. In dieser Situation stecken einige Mädels und wenn man dann untereinander ist, werden gerne mal die Krallen ausgefahren, man vergleicht sich subtil oder protzt mit Erfahrungen oder gar der Like-Anzahl auf der FB-Seite. 
Dieser Umstand nervt mich einfach unglaublich, da es beim Modeln als Hobby doch weder um (ernsthafte) Jobs, noch um die ganz große Karriere geht. Es gibt ganz verschiedene Model-Typen und ganz verschiedene Charaktere. Nur weil jemand nicht 1,75m groß ist, kann der Mensch doch trotzdem gerne fotografiert werden UND wenn jemand sehr groß ist, muss diese Person nicht gleich Model werden. Mir war und ist es wichtig, die Shootings als Expressionsmittel zu nutzen und nicht zum Haschen von Likes ( auch wenn das nicht das schlechteste ist ).  
Fotos: Martin Neuhof
Co-Model: Anne Metke

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