Sonntagsworte: Rituale und Routinen.

Was ist hier eigentlich los? Ich freue mich auf alltägliche, fast automatische Handlungen und sehe sie nicht als routinierte Last an. Warum das so ist, lest ihr nach dem Sprung.

In den Semesterferien glich keiner Woche der anderen. Ständig stand etwas Neues an und das war gut so. Durch den Start ins 3.Semester habe ich mir Routinen erhofft, doch irgendwie bleiben die Tage unbeständig. An jeder Ecke hört man, dass ein Schritt in die Alltagstrott-Falle vermieden werden sollte, aber wenn man viel unterwegs ist, freut man sich umso mehr auf Konstanten.
Konstanten kann man durch die Einführung von Alltagsritualen schaffen. Das kann sonntags „Die Sendung mit der Maus“ im Bett oder am Frühstückstisch, ein selbstgekochtes Mittagessen immer nach der Vorlesung oder ein Spaziergang mit Freundinnen sein. Vor einiger Zeit hätte ich solche Gewohnheiten als Oma-Kram oder Monotonie bezeichnet, hätte gefragt, ob die ständig gleiche Leier nicht langweilig wird und betont, dass man aus einem Tag so viel mehr rausholen kann, als das Abgrasen alter Gewohnheiten. 
Doch wenn Gewohnheiten eigentlich eine angenehme Sache im Alltag sind, dann kann auch eine konstante Vorfreude aufgebaut werden. Einfach weil die letzten Male immer gut waren oder positive Erlebnisse damit verknüpft sind. Ob man also etwas Neues einführt oder etwas Altes, schon immer gemachtens zum besonderen Ereignis erhebt, ist jedem und jeder selbst überlassen.
Trott und Routine können unterschiedlichen wahrgenommen werden und ich finde letzteres ja doch ganz angenehm.

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