Shooting: Time is a dressmaker.

Kennt ihr auch diesen Spruch „Life isn’t about finding yourself, life is about creating yourself.“ Einerseits meine ich, dass es stimmt, andererseits finde ich ihn schwachsinnig, da man doch irgendwann innerlich ankommen will, oder? Es folgt ein Blogeintrag über äußerliche Veränderungen allgemein und speziell.

Manchmal da wirkt ein Mensch ganz anders, nur weil er statt Mantel eine Lederjacke mit Nieten trägt oder weil die Frisur untypisch gemacht ist. Man redet immer davon, dass ja die inneren Werte zählen, doch mal ehrlich – wer hat sich nicht selbst schon einmal dabei ertappt, wie man vom Äußeren eines Menschen gleich auf den Charakter geschlossen hat?

Äußerliche Veränderungen beeinflussen unsere Wirkungen und ich liebe es mit dieser Möglichkeit bei Photoshootings zu spielen, vor allem wenn es um Konzeptshoots geht. „Du siehst da ja ganz anders aus!“ kann als Beleidigung, aber auch als Kompliment gelten, da es im Sinne des Erfinders war, sich auf Fotos neu zu erfinden.

Bei diesem Shooting wurde der Mechanismus auf die Spitze getrieben, denn zusammen mit Stefan Feichtinger von der Agentur Whitedesk entstanden diese Fotos. Ich arbeitete mit einem super Team. So Kratz, welche auch am Theater unterwegs ist, machte das krasse Make-Up. Der Friseur kam dem nach und zauberte diese Beehive-ähnliche Frisur. Im Alltag würde ich nie so rum laufen, aber im Studio passt es doch perfekt. Ich bin ein Mensch, der sich gerne verändert und neues probiert, aber oftmals nicht weiß, wie er dann mit der Veränderung umgehen soll. Bei dieser Studio-Session, fühlte ich mich wild, fremd, stark und anders und das nur, weil jemand meine Haare machte ( ja, das sind alles meine Haare, nee keine Extensions) und viel Schminke nutzte. Ist das oberflächlich oder gar naiv? Irgendwie komme ich auf keine kluge Konklusion, aber das muss auch nicht immer sein.

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