Gelesen: „Die ultimative Poetry Slam Anthologie I“

„Endlich eine Anthologie!“ dachte ich, als ich das Päckchen von Lektora im Fahrstuhl aufriss. Lest nach dem Sprung, was ich vom neuen Slam-Band denke.

Wikipedia sagt, dass eine Anthologie eine Sammlung ausgewählter Texte sei. Der Mensch, der die Texte für dieses Buch ausgewählt hat, ist kein Geringerer als Karsten Strack. Dieser begrüßt die Leser_innen auch im Vorwort.
Wenn es um Slam-Bücher geht, dann ziehe ich Sammelbände den Romanen vor. Klar, dass ich die Anthologie da mag, denn schließlich kommen hier die verschiedensten Autor_innen zu Wort. Na gut, in diesem Fall ist es nur eine Autorin (Sandra da Vina) neben den 23 Kollegen. Unter diesen befinden sich die bekanntesten aus der Slam-Szene wie z.B. Lars Ruppel, Jan Phillip Zymny oder Sebastian 23. Als würde das nicht reichen, hat man sich wohl für Extra-Sahne entschieden und viele Text-Klassiker in den Band gepackt. Das sind dann Slamtexte, die wohl ein jede_r schon auf Youtube gehört oder sogar in der Schule besprochen hat. Mir gefällt diese Wahl gut, es ist jedoch vorstellbar, dass manch einer oder eine gerne neuere Werke gelesen hätte.
„Die ultimative Poetry Slam Anthologie“ kommt ein wenig als nostalgischer Schwalg daher. Ein Grund dafür wäre die oben genannte Klassiker-Auswahl, aber auch der Kommentarzusatz, der nach jedem Text zu finden ist. Ich finde das ja schön.
Als ultimativ würde ich die Anthologie allerdings nicht bezeichnen. Für diesen Status fehlen mir einfach einige Slammer_innen. Da „Die echt geile Poetry Slam Anthologie“ aber doof klingen würde, will ich mich auch gar nicht länger an dem Titel aufhängen. 
Wer auf Anthologien steht, ist mit diesem Band gut bedient. Auch als Slam-Einstiegs-Lektüre ist das Buch geeignet und Weihnachten ist ja auch bald.

Die ultimative Poetry Slam Anthologie
24 versammelte Bühnentexte mit Kommentaren
Karsten Strack (Hrsg.)

Kauflink: hier

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