Gedanken der Woche KW#45

Gedanken der Woche KW#45

Wochenzusammenfassung: Dieses Mal mit Alltagsbla und meiner Meinung zur Serie „Fresh off the Boat“.


Gedacht:  Sowas wie ein geregelter Alltag: Jeden Tag um 11 in der Uni sein bzw. sich zwingen 9 Uhr aufzustehen. Danach heimgehen und kochen, Podcast anmachen und abwaschen. Im (für die Uni) besten Fall was lesen, im (für die Uni) schlechtesten Fall rumliegen und bingewatchen, bis es um 17 Uhr schon wieder dunkel ist und ich nur ins Bett will.
Seitdem ich zurück in Leipzig bin und mein Masterstudium angefangen habe, weiß ich glaube einfach nicht genau, wie ich diesen Alltag einzuordnen habe.

Geschaut: Speaking of Bingewatching: Ich hab eine neue Serie angefangen und sie heißt „Fresh off the Boat“. Die ganze Sache hat mich ziemlich interessiert, da es um eine Asian American Familie geht und ich wie ihr hier und hier zu Broad City und Mindy Project lesen konntet, momentan eher an Comedy interessiert bin. Die Serie basiert lose auf den Memoiren von Star-Koch Eddie Huang und wendet sich nach der ersten Staffel aber glücklicherweise etwas davon ab. FOSB spielt in den 90ern und startet damit, dass die Familie von Chinatown in D.C. in die Suburbs nach Orlando zieht. Auch wenn es um eine taiwanesisch-amerikanische Familie geht, sehe ich in jeder Episode so viele kleine Momente, die ich selbst schon durchgemacht habe. Allerdings habe ich das auf dem Bildschirm noch nie behandelt gesehen. So mag ich vor allem, dass die Charaktere vielschichtig sind und sich nicht alles um Asia-Klischees dreht.
Vor allem die Rolle der Jessica Huang (gespielt von Constance Wu) hat mich ziemlich begeistert, da südostasiatische Frauen in Filmen ja entweder die zarte Blume oder die Martial-Arts Drachenlady sind. Jessica Huang ist nichts davon und es erleichtert mich, eine südostasiatische Frau außerhalb dieser Tropes zu sehen. Während bei den meisten Familienserien die Mutter einfach nur da ist und sich kümmert, werde ihre Probleme genauso thematisiert. Sie ist fierce, fürsorglich, energisch und auch wenn die restlichen Familienmitglieder männlich sind, wird in fast jeder Folge der Bechdel-Test bestanden, da Jessica in ihrer Nachbarin eine tolle Freundin gefunden hat. Natürlich bin ich kein Fan jedes Charakterzuges, aber es freut mich einfach sehr, zu sehen, wie so viele Sachen in der Show angesprochen werden, die wie gesagt, noch nie wirklich im Fernsehen (gerade auf einem Network) gezeigt worden sind. Nette relatable Unterhaltung.

Gegessen: Highlight der Woche: Freund*innen treffen ohne Uni-Bezug. Nachdem ich hier immer und immer wieder geschrieben habe, dass die drei Monate Berlin mich wieder zum absoluten Sushi-Fan gemacht haben, es aber an tollen veganen Optionen in Leipzig fehlt, hab ich entdeckt, dass Mr. Thong im Süden ein paar richtig gute vegane Special Rolls anbietet, die es aber anscheinend nur im Menü gibt. Fragen hat sich gelohnt.

Geslammt: Vor meiner Freitagsvorlesung (16-20 Uhr, lol) hatte ich einen kurzen Auftritt im Neuen Rathaus. Das Thema war irgendwas mit Medien und Integration und ich sage das so salopp, weil das Podium echt nicht gut funktioniert hat und ich mir sicher bin, dass man aus der Sache eigentlich hätte etwas Nettes rausholen können. Ich meine Lügenpresse-Vorwürfe bei einer „journalistischen“ Veranstaltung? Umso mehr hat es mich aber gefreut, ein paar Freundinnen zu sehen, auch wenn es nur kurz war. Ansonsten mein Tipp: Wenn es um Medien, Mi- und Integration geht, lohnt es sich auch mal nach betreffenden Journalist*innen zu schauen. Das gilt auch für alle anderen Themen. Wahrscheinlich ist es nicht leicht, im Vorfeld immer passende Speaker*innen zu finden. Leider habe ich in letzter Zeit in Leipzig immer mal wieder Podiumsbesetzungen gesehen, die etwas fragwürdig waren, da nicht nur problematische Aussagen unmoderiert blieben, sondern auch das Publikum das Gefühl hatte, nicht so viel gelernt zu haben. Es gibt da draußen so viele Expert*innen, sodass Halbwissen und fast schon reine Männderpodien doch eigentlich nicht nötig sind. Achso, und Redezeiten im Auge behalten ist auch immer ganz praktisch.

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