Gedanken der Woche KW#44

Gedanken der Woche KW#44

Wochenzusammenfassung: Dieses Mal mit Spaß auf den Jugendmedientagen und ermüdenden Polit-Diskussionen.


Gedacht: Es gibt ein paar Sachen, die ich mit viel Enthusiasmus begonnen habe und die im Laufe der Zeit durch verschiedene Umstände nur noch Ballast waren. Wenn ich die Situation von außen betrachte, dann muss ich fast schon schmunzeln wie ich vor vier oder fünf Jahren manches idealisiert habe, nur um mir dann daran die Zähne auszubeißen, frustriert zu sein, aber letztendlich abschließen konnte, in dem ich der Sache aus dem Weg gehe. Ich weiß nicht, ob Ignoranz, Zeitmangel oder eine Mischung aus beidem die Grundlage dafür sind, pausenlos unterschätzt zu werden. Das Ganze liegt nun aber hinter mir und eine Auseinandersetzung, die ich normalerweise bevorzuge, lohnt sich hier auch gar nicht mehr.

Gewesen: Es geht wohl nichts daran vorbei, dass ich mich hier mit einer bestimmten Regelmäßigkeit über den Workload im Studium auslasse. Da ich das Ganze letztlich aber sehr ernst nehme, habe ich mich dazu entschieden, weniger Jobs anzunehmen, Das ist zwar etwas schade, aber da ich den ganzen Kram für den Master sonst nicht schaffen würde, aber auch nicht gänzlich verzichten mag, suche ich mir immer ein Highlight für den Monat aus. Das Highlight für November liegt nun hinter mir und war die Jugendmedientage in München. Ich habe dort einen Slamtext performt und war auf dem Podium u.a. mit meinem Kollegen Tarik Tesfu. Ich bin ziemlich begeistert von der Veranstaltung, da hier jungen Interessierten wirklich viel geboten wird. Hier geht es wirklich um Journalismus und die Teilnehmenden waren nicht nur in großen Medienhäusern, sondern auch mit namhaften Workshoptleitungen (wie z.B. ZEIT Campus oder NEON) unterwegs. Ich wusste vorher nicht, dass die Jugendpresse so etwas macht und wäre zu Schulzeiten sicher selbst gerne zu den JMT gefahren. Vielleicht bin ich aber auch so überrascht, da die meisten Veranstaltungen oder Konferenzen für Jugendliche mit dem Thema Medien nur noch aus Panels mit YouTube-Stars bestehen und in dem Zusammenhang nur noch einen Personenkult zelebrieren, als dass es um die Vermittlung von Inhalten geht.

Gekauft: In München war ich dann zum ersten Mal in einem deutschen Sephora und ziemlich enttäuscht. Klar, dass so ein Shop in Shop nicht an das Original rankommt. Das habe ich aber auch nicht erwartet. Allerdings waren die Displays leer, kaum Produkte da und so hat man sich einfach ein paar Pappaufsteller und Plastikpfännchen angeschaut. Gekauft habe ich im Galeria Kaufhof dann eine Jeans von Topshop, nach der ich schon lange gesucht habe. Normalerweise ist das Ganze nicht, was ich hier reinpacken würde, allerdings bin ich kein kleiner Mensch, der nicht mal in der Kinderabteilung Jeanshosen findet, die kurz genug sind. Deshalb sei hier erwähnt, dass Topshop auch Hosen für Menschen hat, die nicht größer als 1,60m sind.

Gemocht: Katzencafés sind das ultimative Café-Konzept! Okay, vielleicht nicht ganz, aber unter gewissen Umständen ist es doch super cool, in einem Café MIT KATZEN zu sein. In München ist das erste Katzencafé Deutschlands und ich hab es gleich ausprobiert. Das Essen war so mittel, aber die Katzen dafür sehr flauschig. Ich will das auch für Leipzig.

Geschrieben: Tatsächlich bekomme ich auf Twitter am meisten über aktuelle Debatten mit. Da das auf Twitter onlinesein aber auch sehr ermüdend ist, bin ich dort seit einigen Wochen weniger aktiv als sonst und retweete viel. Dieser ermüdende Zustand ist auch der Grund, warum ich zu so vielen Dingen gerne etwas sagen würde, aber oftmals auch einfach keine Lust habe, mit Grundsätzen anzufangen oder über Verhältnisse zu diskutieren, die doch eigentlich völlig einleuchtend ist. So verhält es sich z.B. mit der ganzen #metoo-Sache. Vor einiger Zeit schrieb ich ja bereits, dass die Diskussion meist nur so lange hält, wie ein Hashtag präsent ist. Dies ist auch aktuell wieder der Fall, nur dass die Diskussion nicht einfach verschwindet, sondern mal wieder in ganz fantastische Richtungen geht. Ist es doch als gut zu bewerten, dass bspw. viele belästigende Hollywood-Stars als solche öffentlich gemacht werden, meinen viele jetzt „positive Seiten und Geschichten von Stars“ hervorheben zu müssen. In feiner 87-Prozent-Manier ignoriert man somit eigentliche Probleme und verhöhnt in diesem Fall auch noch Opfer, die den Mut gefunden haben, ihre Erlebnisse zu teilen. Bloß nicht mit Problemen auseinandersetzen oder gar tiefer analysieren. Es gibt ja auch Gutes! : )))))))))

 

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