Gedanken der Woche KW#43

Gedanken der Woche KW#43

Wochenzusammenfassung: Dieses Mal mit einem gewonnenen Juliane Bartel-Medienpreis und einer Exkursion nach Zingst.

Gedacht: Ich bin wahnsinnig gut darin, Dinge zu zergrübeln und während es anderen leichtfällt, sich mit etwas „abzufinden“, versinke ich oft darin, etwas noch ewig lang bedauerlich oder einfach beschissen zu finden. So auch zuletzt als ich das Gefühl hatte, nicht mehr aus dem Augenrollen rauskommen zu können, da ein paar wichtige Entscheidungen nicht in meiner Hand liegen und stattdessen die Aufgabe einiger ist, die die Sache nicht so ernst nehmen.

Gewonnen: In Hannover war ich zum ersten Mal bei einer Preisverleihung und habe auch gleich mit Daniel Sager gewonnen. Wir wurden für unser „Hauptsache sexy“-Video mit dem Juliane Bartel-Medienpreis ausgezeichnet. Ich freu mich sehr darüber und finde es unglaublich toll, welchen Weg meine Bachelorarbeit genommen hat. Ich habe im Januar einige Themen daraus zu einem Science Slam-Auftritt verarbeitet, bin habe einen Vortrag gehalten und dann im März das Video bei Jäger & Sammler gedreht. Danach ging es weiter mit tollen Ereignissen und ich merke oftmals, dass ich erst viel später realisiere, was ich dieses Jahr schon alles erlebt habe.

Gewesen: Mitte der Woche ging es dann für eine Exkursion mit meinem Studiengang nach Zingst. Die Uni Leipzig hat dort eine Außenstelle aka Ferienhaus, in dem unser Seminar über die Berichterstattung über Fracking und Umweltkommunikation arbeitete. Das Haus liegt nur fünf Minuten vom Strand entfernt und auch wenn wir (leider) nicht zum Urlauben sondern Arbeiten da waren, war es ganz schön zwischendurch am Strand spazieren gehen zu können. Was das Thema Fracking angeht, wusste ich vor dem Seminar fast gar nichts über das Thema, vor allem da die Methode in Deutschland verboten ist. Anders sieht es in den USA aus, wo sogar in dem Staat, in dem ich ab Mitte 2018 wohnen werde, gefrackt wird.
Die ganze Exkursion war wie eine Klassenfahrt und da wir nur ein Studiengang von insgesamt 10 Leuten sind, blieb auch alles überschaubar. Übrigens: Auf der Hinfahrt hielten wir kurz bei Karls Erdbeerland und kämpften uns durch die ganze Ausstellungsfläche, um zur Toilette zu kommen. Ziemlich klug, denn so wird man gezwungen, sich den ganzen Kram anzuschauen und ich wäre auch gern noch länger vor Bonbon-und Marmeladenmanufaktur stehengeblieben. Das Ganze ist für mich insofern besonders, da ich als Kind mit meiner Familie auf Rügen war und uns irgendwo ein Flyer vom besagten Erdbeerland in die Hand gedrückt wurde. Ich wollte daraufhin unbedingt dorthin, allerdings ergab das gar keinen Sinn, da es viel zu weit weg war. Insofern war der kurze Zwischenhalt sehr nett, da ich nach 15 Jahren also doch mal kurz im Erdebeerland war.

Geschockt: Es ist ziemlich enttäuschend, wenn man im öffentlichen Raum bedroht wird und in dem Moment Verantwortliche (z.B. die Zugbegleitung im ICE) nicht ausreichend reagiert. Ich hab‘ mich leider dran gewöhnt, dass Beistehende wenig eingreifen, sei es aus Ignoranz oder eigener Angst. Dennoch ist es unschön, sich der Situation trotz Mitmenschen ausgesetzt fühlen zu müssen.

 

 

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