Gedanken der Woche KW#31

Gedanken der Woche KW#31

Ich habe eine Woche Urlaub vom Praktikum und verbringe die Zeit in Leipzig, um Sachen zu erledigen und Dinge auszuprobieren, die ich in drei vier Jahren Leipzig noch nicht geschafft habe. Darunter. Restaurant-Empfehlungen, eine Kajak-Tour und das Sommerkino im Conne Island.

Gedacht:  Wenn der Alltag am meisten fehlen wird, dann muss nochmal viel Alltag her.

Gegessen: In Berlin bin ich es gewohnt, auch noch zu später Stunde genug Essen zu bekommen, auch wenn ich in Mitte wohne. Als Leipzig Zentrum-Bewohnerin sieht es da anders aus. Nach 22 Uhr hat man eigentlich kaum noch eine Chance, wenn es nicht McDonalds werden soll. Auf der Gottschedstraße bin ich dann aber mit „Inside Asia“ fündig geworden. Das moderne Fusion-Restaurant hat ein tolles Angebot, hinter dem ein ausgefeiltes Konzept steht, wie mir erzählt wurde. Der Betreiber erzählte mir nämlich nicht nur stolz von seinen studierenden Kindern (just Viet things), sondern auch, dass die Konkurrenz mit vietnamesischen Speisen in der Gottschedstraße ziemlich groß ist. Also bieten sie einen Mix aus Sushi, vietnamesischen Speisen und anderen Küchen an – warm und kalt. Das läuft seit zehn Jahren gut. Ich hab mich für Sushi entschieden und fand es sehr lecker. Für 9,50€ habe ich eine riesige Platte bekommen, von der ich sehr satt geworden bin.

Gegessen II: Ich bin ja eigentlich ständig auf der Suche nach dem besten vietnamesischen Restaurant, um vor allem die Fleischfakes auszutesten. Tofu und Gemüse sind langweilig und ich vermisse das vietnamesisch zubereitete Fleisch. Der neue Laden in der Ratsfreischulstraße (sorry, hab den Namen vergessen) bietet aber kaum vegetarische Sachen, also gab’s da auch wieder Sushi. Die Cáo Bar hingegen hat nicht enttäuscht. Ich bin normalerweise nicht oft in Reudnitz, hab mich aber gefreut, auch mal in eine andere Ecke zu fahren. Die Cáo Bar ist sowohl Bar wie auch Restaurant und bietet eine Menge vegan-vietnamesische Speisen. Die Preise sind sehr niedrig, die Qualität sehr gut. Ich hatte ein großes Banh Bao (gefülltes Hefekloßbrötchen), meine Begleitung den Bao Burger und zusammen hatten wir noch ein Reisnudelgericht. Probiert das unbedingt mal aus, die Karte ist nämlich nochmal ganz anders als die ganzen vietnamesischen Restaurants, die sich sehr am deutschen Geschmack orientieren.

Gepaddelt: Als ich nach Leipzig gezogen bin, wollte ich gleich am Anfang mal eine Kanu-Tour machen. Nach so langer Zeit habe ich es endlich geschafft, statt Kanu gab es ein Kajak und es war sehr schön. Zwar hab ich falsch navigiert und statt der Westroute sind wir durch das Elsterflutbecken gefahren. Sehenswert und spaßig war das aber trotzdem.

Geschaut: Eigentlich ist es ein Unding, dass ich als Filmfan noch nicht im Sommerkino war. In Leipzig gibt es dafür ja ein ziemlich großes Angebot. Da in dieser Woche aber sowieso viel nachgeholt wurde, bin ich ins Conne Island gefahren, um mir Moonlight anzuschauen. Da kaum Zeit für Filme (oder bloggen, haha) blieb, war die Vorfreude groß. Ich wurde nicht enttäuscht und finde den Oscar sehr verdient. Die drei Akte könnten in sich geschlossene Kurzfilme sein, zusammen sind sie sehr stimmig. Natürlich verwirrt die Entscheidung, dass für die verschiedenen Stadien nicht ähnlich aussehende Schauspieler gecastet wurden. Stattdessen entschied man sich für die gleiche Blicksprache. Die drei Darsteller hatten sich vorher nie getroffen und ich finde den ganzen Prozess bemerkenswert, hätte ja auch nach hinten losgehen können. Der ganze Film ist voller Symboliken und vielschichtig. Ich bin froh, dass die Geschichte eine schwarzen schwulen Jungen so viel Aufmerksamkeit bekommen hat.

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