Gedanken der Woche KW#3

Gedanken der Woche KW#3

Fünf Tage am Stück im Zug sein, um in Potsdam einen Vortrag zu halten, in Fulda beim Science Slam mitzumachen und ein grandioses Geschenk einzulösen.


Gedacht: Egal was ich mit der Stadt verbinde, dieses gute Gefühl, während man endlich wieder im Zug gen Zuhause sitzt, ist wie Balsam.

Gewesen: In Potsdam hielt ich meinen Vortrag zum Thema Netzfeminismus an der FH. Seit dem letzten Mal habe ich viele Punkte abgeändert und den kommunikationswissenschaftlichen Aspekt ein bisschen in den Vordergrund gerückt. Genau an dem Tag tauchte auf einmal ein unsäglicher Artikel über Netzfeministinnen auf. Statt zu kritisieren, wurde darin gehetzt und sich in herablassender Sprache wohl einfach Luft gemacht. Online ging auf einmal eine Debatte über das Thema los. Auch im Vortrag gehe ich darauf ein, dass im Netz aktiv sein, nicht die Spitze des Aktivismus sein kann, aber als Einstieg oder ergänzendes Wissen nicht unterschätzt werden sollte. Das Publikum diskutierte und stellte dann noch etwa eine Stunde lang Fragen. Von vielen Seiten bekam ich zu hören, dass man einiges an neuen Gedanken mitgenommen habe und das ist das wichtigste. Der Vortrag wurde gefilmt und ich werde ihn posten, sobald er verfügbar ist.

Gegessen: Nach dem Vortrag ging es dann ab nach Berlin, um Freundinnen-Zeit zu verbringen und auf der bequemsten Couch der Welt zu übernachten. Ich habe diese Woche Geburtstag und es stand die (vorgeholte) Umsetzung meines Geschenkes an. Ich ließ mir bis zum Schluss nichts verraten und hatte nur die Hinweise, dass wir es in Berlin, drinnen und mit ihrer Hilfe machen müssten. Wer mein Twitter liest weiß, dass ich oft einfach Weinblätter-Cravings habe. So wurde ich mit einer bulgarischen Kochsession für gefüllte Weinblätter überrascht. Zusammen kochten wir dieses urst leckere Gericht, selbstgemachte Schoko-Mousse gab es hinterher. Irgendwie ist es das perfekte Geschenk, da es Zeit zusammen, kochen und essen verbindet. Die Weinblätter waren dann schneller verputzt als gedacht. Danke dafür <3  

Geslammt: Mein erster Science Slam stand an und ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt vor einem Auftritt. Die ganze Sache ist ja ein völlig neues Feld für mich, aber über die BA zu reden, hat sich als ziemlich leicht rausgestellt, da ich ja wochenlang nichts anderes gemacht habe und jedes Zitat einzeln auswendig kann und auch meine Forschungsergebnisse genau kenne. Das Publikum hat super auf den Vortrag reagiert und war mindestens genauso entsetzt wie ich, als ich damals die Tipps von Bravo Girl! und Glamour gelesen habe.

Geschaut: Während sich viele die Inauguration reingezogen haben (und ich es schon jetzt nicht mehr ertrage, Trump ständig in der TL zu haben), schauten mein kleiner Bruder und ich Toy Story. Als Pixar-Fan kann ich jeden Film (außer Cars) wiedersehen. Umso schöner als ich entdeckte, dass es sogar noch einige Kurzfilme zum Franchise gibt.

Gehört: Apropos Bruder: Der neue Song von Mädness und Döll lief bei mir rauf und runter, auch wenn ich mich an den Reim von Bruder auf Wunder erst gewöhnen musste. Die beiden werden auch auf Tour gehen und ratet mal, wer zum Leipziger Stop im Urlaub sein wird.

Gegessen: Weinblätter, Couscous-Salat, Kohl-Pfanne (danke Papa), Pizza und Pasta.

Genervt: Warum diskutiere ich eigentlich immer noch weiter, obwohl abzusehen ist, dass es sowieso nichts bringt? Ich hatte eine Auseinandersetzung, bei der jemand statt des Begriffs „Ausländer“ „Exoten“ für nicht-weiße Deutsche vorschlug. Natürlich wehrte ich mich und nahm mir die Zeit, lang und breit zu erklären, dass ich keine Exotin bin und der Stereotyp der exotischen, unterwürfigen Asiatin da sein Übriges tat. Die Reaktion? „Ich bin okay damit, das Wort so zu benutzen!“ Unabhängig der Thematik samt Erklärung, sollte man eine Person nie als irgendwas gegen ihren Willen bezeichnen. Meine Wut über die Situation versteckte ich nicht und verzichtete dann auf eine weitere Konversation, da man eine Person, die ja im Urlaub auch als Exot bezeichnet werde, eh nicht zur Einsicht bringen kann. Ich hör mich jetzt noch fluchen, dass ich in Deutschland nicht im Urlaub bin, aber naja. Uargh.

Gefreut: Ein Angebot über FB-Messenger.

Gespielt: Mit Cards against humanity startete ein lustiger Spieleabend, bei dem man die Antworten nicht zu Ernst nehmen sollte. Ich hab das Spiel vorher noch nie gespielt und hatte einiges zu lachen. Nebeneffekt: Ein paar neue Vokabeln wurden auch gelernt, mal mehr mal weniger nützlich.

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