Gedanken der Woche KW#10

Gedanken der Woche KW#10

Ganz viel unterwegs.

Gedacht: So viele neue Projekte – ich mag sie alle, denn genau für so etwas habe ich mir doch das Off-Semester genommen. Es erschreckt mich, wenn der Koordinator meines angestrebten Masters sagt, dass im neuen Studium dann kaum mehr Zeit für anderes bleiben wird. Wenn ich mir aber anschaue, was gerade so bei mir los ist, dann war doch recht wenig Platz fürs Schreiben, sei es persönlich, für die Bühne oder für das Blog. Da ich nächsten Monat im Urlaub bin und nicht jeder Tag mit Aktivitäten vollgestopft ist, möchte ich das auch fürs Schreiben nutzen und endlich die angestauten Ideen umsetzen. Sei es nur ein kleines Textchen oder eine Idee, die mit ein paar mehr Gedanken unterfüttert wird.

Gewesen: Und wieder Berlin. Das wird jetzt den ganzen März so gehen, dass ich für ein neues Projekt jede Woche dort bin. Dieses Mal ging es aber auch um ein Bewerbungsgespräch. Ich habe mein absolutes Wunsch-Praktikum bekommen und werde von Juni bis August sogar in Berlin wohnen. Ich bin gespannt auf die Zeit. Jedes Mal wenn ich dort bin, male ich mir das Wohnen aus und werde in der U-Bahn aber auch wieder aus meinen Träumereien gerissen, denn spätestens wenn unterwegs sein ewig dauert oder Straßen und Bahnen heillos überfüllt sind, weiß ich, worauf ich mich nicht freuen werde. Der Umzug an sich ist auch ein Schubser aus meiner Komfortzone, denn ich hab meine Lebenssituation in Leipzig schon sehr liebgewonnen. Nach 3,5 Jahren ist aber auch Abwechslung gut und schließlich ist es nicht permanent. Vor allem freue ich mich darauf Zeit mit großartigen Freund*innen zu verbringen.

Gestartet: Am Frauen*kampftag wurde mein Kampagnenvideo für Amnesty International gegen Alltagsrassismus veröffentlicht. Schaut es euch hier an.

Gefreut: Meine Lieblingskünstlerin Nicki Minaj hat gleich drei neue Songs veröffentlicht. Sie wird dieses Jahr auf Tour gehen und ich sicher bin ich nicht nur bei einem Konzert am Start. || Durch das oben erwähnte Amnesty Video habe ich viele nette (und auch ein paar komische) Nachrichten bekommen, die ermutigend und bestärkend sind. Mir bedeutet es viel, wenn Menschen sich durch meine Arbeit motiviert fühlen. High Five darauf.

Getroffen: Wenn ich viel unterwegs bin und daheim sein nur schlafen und umpacken bedeutet, fehlen mir meine Freund*innen sehr schnell. Da ist es Luxus, statt die Zeit im ICE abzusitzen, neue Cafés auszuprobieren und die gemeinsamen Momente zu genießen. Ich denke, dass je mehr ich unterwegs bin, desto mehr man auch rausliest, dass es mir zwar gefällt, ich aber auch an einer gewissen Beständigkeit hänge. Dieses Gefühl bekomme ich durch meine Freund*innen. Das sind dann Gespräche, die ohne Anstrengung laufen. Man hat sich so viel zu sagen und es gibt so viel zuzuhören, aber ich schätze es ganz besonders, wenn auch Stille nicht merkwürdig ist. Vielleicht kennt ihr das, dass lange Gesprächspausen auch manchmal unangenehm sind und man händeringend nach Belanglosigkeiten sucht, um sich nicht anschweigen zu müssen. Mit besonderen Menschen passiert so etwas nie.

Geöffnet: Den Besuch bei der Ladeneröffnung von Eisenhauer, einem Schreibwarenladen, habe ich vor einer ganzen Weile ins Auge gefasst. Ich hab eine Schwäche für schöne Schreibwaren, insbesondere Stifte und Papier. Die Bilder auf Insta versprachen nicht zu viel. Zig andere Menschen waren genau so angetan wie ich, weshalb im Laden auch kaum Durchkommen war. „Bitte einmal alles“ hätte ich am liebsten gesagt. Natürlich brauche ich keine Büroklammern in Katzenform, aber sie sind doch so schön. Meist siegt dann die Vernunft, aber über all die „sinnvollen“ Dinge, die jeden Tag zum Einsatz kommen würden, denke ich nochmal nach.

 

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