Gedanken der Woche KW#42

Gedanken der Woche KW#42

Eine Woche voller unterwegs und unter Menschen sein.

Gedacht: Ich hab‘s doch gewusst. Ohje. || Zwischen Empathie und Verurteilen.

Geslammt: In Magdeburg fanden die U20 Poetry Slam Meisterschaften statt, 70 junge Poet*innen waren am Start und auch für Leipzig und die Sächsische Meisterschaft waren zwei unserer Starter*innen dabei. Aufregend, weil ich zum ersten Mal rein als Slam Masterin mitgefahren bin, schließlich war 2015 mein letztes Jahr als U20erin. Leider konnte ich nur einen Tag bleibe, da unsere Starter*innen aber an einem Abend dran waren, war das kein Problem. Beide haben rasiert und tolle Auftritte hingelegt, über die noch viel Positives gesagt wurde – das freut natürlich auch die MC. Neben Anfeuern und Unterstützen war auch die Moderation und Featuren einer Runde meine Aufgabe. Spaßig und schön war das.

Gewesen: Von der Meisterschaft ging es auf die Designers‘ Open zum Blogger Tandem. Es war meine erste Messe dieser Art und ein ausführlicher Bericht dazu kommt diese Woche online.

Gesehen: Mein Vater und Bruder waren zu Besuch und er wollte ein „schönes Kindrprogramm“ machen. Ich hab gehofft, dass es nicht der Zoo wird, weil ich davon nichts halte, aber einem Sechsjährigen schlage ich nichts aus, außerdem sollte er sich selbst ein Bild von der ganzen Sache machen. So habe ich auch nichts von meinem Missmut durchsickern lassen und war natürlich auch gespannt, was Gondwanaland und co. anging, wenn scheinbar die ganze Stadt von diesem überdimensionalen Tropenhaus schwärmt. Tatsächlich war es ganz spannend, aber vor allem heiß und feucht. Den ganzen eingesperrten Tieren konnte ich wie erwartet nichts erwartet und irgendwann ging es auch meinem Bruder so. Er fand die Vielfalt an Tieren toll, bemerkte aber auch, dass vor allem die Reptilien „total tot“ und alle anderen „traurig und faul“ aussehen würden. Am meisten freute er sich auf die Löwen, allerdings brachen diese ja vor einiger Zeit aus, sodass sogar einer erschossen wurden musste. Als er dann den einzelnen Löwen hinter einer Glasscheibe liegen sah, kam er ganz allein zum Entschluss, dass die Tiere es verdient hatten, frei zu sein, da sie scheinbar auch einsam seien. „Die sind alle ganz schön arm.“ Word, ich bin stolz auf ihn.

Gefreut: Der Hateslam hat auch im Nachhinein nochmal für wirklich gute Momente gesorgt. Das Publikum des Hateslams durfte während der Veranstaltung Herzen als Support hochhalten und uns Speakerinnen danach ein paar Grüße, Wünsche etc. mit auf den Weg geben. Diese wurden dann per Post geschickt. Fanmails sind super toll, cremiger wird es nur noch, diese handgeschriebenen Nachrichten in der Hand halten zu können. Bei all dem Support tritt der Hass in den Hintergrund und ich bin wahnsinnig froh über die Unterstützung und lieben Worte. Am meisten gefällt es mir natürlich, wenn sich Menschen direkt empowernd fühlen, denn das ist doch das Hauptanliegen meiner Arbeit.

Gegessen: Zwischen Brot und Mensa verlangt es natürlich nach mehr Nährwerten, schließlich können Nudeln und Kartoffel auf Dauer nicht gesund sein. Gibt es Leute, die Zeitdruck haben und trotzdem immer frisch kochen? Ich gehöre jedenfalls nicht dazu und so ist Kochen jedes Mal eine Auszeit. Das klingt so traurig und bescheuert, wenn man aber täglich stundenlang am Schreibtisch sitzt und sich mit der BA rumquält ist das eben so. Für groß Kochen war genau einmal Zeit: Es gab Kürbis aus dem Ofen, Couscous und Sojaschnitzel. Was kocht ihr denn so, wenn es schnell und trotzdem gesund sein soll?

Gehört: Solange – Cranes in the sky

Genervt: Wenn man die ganze Zeit beschäftigt ist, bleibt auch wenig Zeit, Nachrichten zu lesen und sich aufzuregen.

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2 Comments

  • Elli 25. Oktober 2016 14:12

    Hallo liebe Nhi,
    ich kenne das Essens-Problem beim Schreiben von Bachelorarbeiten (bzw. bei mir wars die Masterarbeit) total gut! War bei mir leider Ausnahmezustand für Gesundheit und Geldbeutel, weil ich dauernd Essen war, zuhause dann entweder leerer Kühlschrank oder aber extra eingelauft aber keine Lust mehr zum kochen und dann hab ich planlos statt Abendessen einfach Kekse gefuttert. Mein einziger Tipp (gabs dann ca. zwei bis dreimal die Woche): Minimalistisches Ofengemüse in allen Varianten. Meistens mit Süßkartoffeln, Roter Beete und/oder Möhren… kann man unkompliziert grob schnippeln, bisschen Olivenöl ran und ab in den Ofen. Das wars. Frische Kräuter waren dann echt noch luxuriös bei mir 🙂
    Ich wünsch Dir für die Schaffensphase alles erdenklich Gute!
    Liebe Grüße von
    Elli

    • Nhi Le 25. Oktober 2016 14:42

      Hallo liebe Elli!

      Danke für deinen Kommentar. Oh man, das mit dem Essenegehen kenne ich auch gut und abends sind es bei mir dann Dominosteine statt Kekse.
      Das Ofengemüse ich schon ein toller Tipp, hab gar nicht dran gedacht, auch mal was anderes als Kartoffeln (also eigentlich Pommes) zu machen.
      Vor allem das mit den Süßkartoffeln wäre mal eine gesündere Alternative!

      Danke dir und viele Grüße zurück!

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