Gedanken der Woche KW#41

Gedanken der Woche KW#41

Daheim sein: arbeiten, durchs Netz klicken, arbeiten, durchs Netz klicken –


Gedacht: Der ganze Umgang mit dem Fall ist ein großer Fail. || Ich weiß nicht, wie ich als Pillen-Anwenderin dazu stehe, dass die Pille Depressionen verstärken und allgemein schädigend sein soll.

Geschrieben: Letztlich ist in dieser Woche nicht allzu viel passiert, da ich meistens daheim saß und an meiner Bachelorarbeit geschrieben haben. Die BA-Lastigkeit in den GDW wird demnach auch noch ein paar Wochen lang so gehen.
Die Kapitel „Forschungsstand“ und „Theorie“ konnte ich mittlerweile beenden und auch wenn ich mich oftmals zum Arbeiten zwingen muss, ist das Thema ja interessant. Als ich den Forschungsstand rund um Frauenzeitschriften und die Vermittlung von Sexualität und Selbstbild aufgearbeitet habe, hat es mich manchmal geschüttelt. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass das Narrative von „Änder dich und alles wird gut“ verfolgt wird. Statt Probleme gesamtgesellschaftlich zu sehen, wird jede Lösung und somit jedes Problem bei den Frauen selbst gesehen. Gerechtigkeit ist demnach, wenn männliches Verhalten einfach adaptiert, statt hinterfragt wird. Das war in den Zeitschriften von 1989 so und ist ebenso im Heft von Juli 2016.

Geslammt: Zum Weltmädchen*tag habe ich einen Workshop zum Thema Schreiben/Slammen/Selbstbewusstsein gegeben. Eine Menge Teilnehmerinnen kamen nicht, sodass wir letztlich zu dritt waren. Umso besser konnten wir aber an den Skills der Mädchen arbeiten. Es hat eine Menge Spaß gemacht und als die beiden sagten, dass ihnen die Selbstbewusstseins-Tipps am besten gefielen, war ich ziemlich happy, da das ein Schwerpunkt war. Ein Text kann eben noch so gut sein, wenn du unsicher vorträgst, kommt nichts davon rüber. So ein paar Hinweise für selbstsicheres Auftreten sind im Endeffekt auch noch in anderen Bereichen anwendbar. „Das ist ja auch praktisch, wenn man mal wieder einen Vortrag halten muss“ – true.

Geschaut: Schon einige Male habe ich auf Michelle Obama bzw. ihre Reden verwiesen. Auch diese Woche gab es viel Beachtung für ihre Rede zu Trumps inakzeptablem Sexismus, die ihr euch hier anschauen könnt.

Gesehen: Nachdem es eigentlich ins Kino gehen sollte, lief der Samstagabend doch auf eine Film-Couch-Session hinaus. Wir schauten Gran Torino, den ich bisher nie auf dem Schirm hatte, da der herausragende Eastwood-Film ja Million Dollar Baby sein soll. Ich kann nicht glauben, dass der Mann nach der Produktion eines solchen Filmes Republikaner sein kann und auch noch ein Wort für Trump einlegt. Spoiler: Egal wie krass ein Plot ist, am meisten bleiben (Post-)Vergewaltigungsszenen bei mir hängen. Oftmals finde ich jene Szenen unnötig und den Plot wenig vorantreibend. Als wir uns über den Film unterhielten, sagte ich, dass der kleine Bruder meinetwegen krass zusammengeschlagen werden sollte, statt die Schwester vergewaltigt. Der Einwand lautete, dass diese Art der Gewalt am meisten herabwürdigt und schockiert und wahrscheinlich deshalb innerhalb des Filmes gewählt wurde, was leider logisch klingt.

Gehört: Was hätte ich nicht dafür gegeben, bei TidalX1015 dabei zu sein? Nicht nur, dass Beyoncé aufgetreten ist, nein auch Nicki Minaj hat performed und somit haben die glücklichen Zuschauer*innen meine beiden Queens gesehen (ihr merkt, wie ich hibelig werde?). Sonntagmorgen ging es dann gleich daran, alle möglichen Websites zu checken. Ich hab mich über Beys Auftritt gefreut, aber durch die Tour gibt es dieses Jahr so viel Live-Material, ganz anders als bei Nicki. 2016 hat sie sich eher rar gemacht, bis auf einen dopen Freestyle nichts eigenes veröffentlicht und mit dem 20-minütigen Auftritt mein Fan-Herz höher schlagen lassen. Sie hatte ein tolles Set ohne viel drum und dran, sondern einfach gerappt und damit das gemacht, was sie am allerbesten kann. Den Auftritt kann man hier sehen.

Getroffen: Die Planung und vor allem die Speaker*innen für die nächste Leipziger Rede stehen. Mehr Infos gibt es bald.

Geplant: Ich bin froh, die beiden Kapitel der BA beendet zu haben, aber der Zeitplan ließ auch gar nichts anderes zu, schließlich stehen diese Woche die Deutschsprachigen U20 Meisterschaften im Poetry Slam und die Designer’s Open an.

Gelinkt: Schaut euch dieses Video von zwei Freundinnen an, die sich gegenseitig vorlesen, was sie zu ihrem Körper sagen. Bewegend und deutlich machend, dass wir mit uns selbst so umgehen, wie wir es mit anderen wohl nie tun würden.

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