Gedanken der Woche KW#32

Gedanken der Woche KW#32

Eine etwas anstrengende, aber alles in allem aktive und schöne Woche liegt hinter mir. Spontanausflug, geliebte August-Tage und mehr nach dem Sprung.

Gedacht: Da bin ich leider raus. || Endlich endlich, wenigstens hat einer von uns beiden jetzt die BA hinter sich. Glückwunsch!

Gewesen: 9.57 Uhr, Anruf von Papa. „Hey ich bin gerade vorm Belantis. Kannst du auch kommen“. Mein Vater ist der König der Überraschungen, er ist nicht der König der Planung. Es stand zwar mal im Raum, aber da keine Infos kamen, rechnete ich nicht mit ihm und meinem Bruder. Also wurde der ganze Tag umgeplant, ich wurde nach langem Bitten in Markkleeberg abgeholt und wurde dann nochmals überrascht. Die Freundin der Familie war mit ihren drei Töchtern am Start und ich mal wieder Babysitterin. Zu viert („meine“ drei Kinder und ich) erkundeten wir bei fast 30°C das Belantis, kann man auch gerne in Camp David-Land umbenennen. Mit einer Vierjährigen auf eine Familienachterbahn zu gehen, war vielleicht nicht die beste Idee, aber sonst hatten alle Spaß. Nur die Füße taten allen weh. Mit einem Rundweg hat man es in diesem Freizeitpark nicht so und hätte Papa vorher Bescheid gesagt, hätte ich mich klamottentechnisch sicher nicht für Kleid und Sandalen mit Absatz entschieden. Sei’s drum.

Gesehen: In der GfZK ist aktuell eine Andy Warhol-Ausstellung zu sehen, Leipziger*innen wissen das sicher, schließlich hängt überall die Werbung für die Screentests. Hat mich jetzt nicht so mitgenommen. Viel interessanter fand ich die anderen beiden Ausstellungen. In Sentsovs Camera geht es laut Beschreibung darum, wie es ist, wenn politische Konflikte Räume infiltrieren. Ich würde sagen, dass es vor allem darum geht, wie junge Künstler*innen mit dem Euromaidan umgehen. In der Installation daneben wurden Bilder aus einem ehemaligen Luxushotel in Salzburg gezeigt, welches heute eine Geflüchtetenunterkunft ist.

Gefreut: Jaja, eigentlich müssten die zwei Hausarbeiten und die BA meine Hauptprojekte sein, aber ich kriege in letzter Zeit echt eine Menge tolle Projekte/Jobs rein. Falls jetzt noch was kommen sollte, nehm ich auch nichts mehr an – versprech ich mir selbst (es sei denn es ist toll und ich brenn dafür -sassy Emoji-). Jedenfalls werde ich am Weltmädchentag einen Schreib/Slam/Empowerment-Workshop geben und freu mich!

Gehört: Ich bekomme einfach nicht genug von Beyoncés Lemonade. Nur gut, dass Mrs. Pepstein mich für heute in ihre Radioshow eingeladen haben, wir ein Queen B-Special machen und ich auch ganz viel vom Konzert erzähle.

Gegessen: Der beste Salat der Welt geht einfach immer. Außerdem hat Bagel Brothers Geburtstag gefeiert und im Pop Up Store mit lauter Social Media Spielereinen gewartet. Ich finde, dass der Laden eine der wenigen guten Adressen in der Leipziger Innenstadt ist, in der man vegan günstig essen kann. Ein Bagel taugt natürlich am besten fürs Frühstück. Meine Standard-Kombi: Zwiebel-Bagel mit Guacamole, getrockneten Tomaten und Schnittlauch.

Genervt: Bei der Olympiade werden sportliche Höchstleistungen gebracht und nicht zuletzt stehen viele Sportlerinnen auch für Repräsentation. Schaut euch mal Alexa Moreno an, die zeigt, dass Athletinnen nicht nur eine Körperform haben müssen oder Majlinda Kelmendi, die als erste für den Kosovo eine Medaille gewann. In dieser Aufzählung dürfen natürlich Simone BilesLaurie Hernandez vom US-amerikanischen Gymnastik-Team und erst recht die unglaubliche Katie Ledecky nicht fehlen. Umso mehr macht es mich wütend, dass die Berichterstattung über Sportlerinnen (wie zu erwarten) so absurd sexistisch abläuft und Menschen an allem einen Fehler oder Grund zum Shamen finden. Alexa wurde gebodyshamed oder bei Gabby Douglas hat man sich doppelmoralisch drüber aufgeregt, dass sie bei der National Anthem ihre Hand nicht auf der Brust hatte. Ach und lasst uns gar nicht davon anfangen, wie Antiamerikanisten ihre Doping-Vorwürfe rumschleudern. Hat da nicht auch irgendso ein Heinz einen total hinkenden Vergleich gebracht? Keine Ahnung, hab ich nur am Rande mitbekommen.

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