Gedanken der Woche KW #43

Gedanken der Woche KW #43

Schreibtischwoche.

Gedacht: Mittlerweile haben die meisten das Video zu Hengstin von Jennifer Rostock gesehen. Der Song fiel schon beim erstmaligen Hören des neuen Albums auf und einfach jede Zeile ist zitierbar, weil wahr. Auch Jennifer hat im Interview, das sie mir gegeben hat, den Song erwähnt. Sie sei froh, dass damit das Thema Feminismus auf dem Album gelandet sei.
Ich finde es cool, dass so viele Hengstinnen im Video gezeigt werden, denn darum geht es. In einigen Szenen des Videos ist Jennifer nackt, was eigentlich gar nicht der Rede Wert ist, weil schließlich immer nur die Person selbst für ihren Körper und die damit verbundene Darstellung verantwortlich ist. Mir war klar, dass ein Haufen sexistischer Kommentare kommen würden, die weder Song noch Message verstehen und auch Jennifers offenen Umgang mit ihrem Körper „kritisieren“. Was ich nicht verstehe ist, dass das Video in der Berichterstattung stets auf die Nacktheit reduziert wird. Die Vorstellung toller Frauen, der Text – das alles bleibt ausgeblendet, auf Inhalte kommt es nicht an. Ich gehe einfach davon aus, dass meist Männer die Headlines a la „JR kämpfen für Feminismus – nackt“ oder „JR sing nackt gegen Sexismus“. Mit derartigen Überschriften wird ein Widerspruch suggeriert. Ein Grund mehr, warum es solche Songs braucht.

Gebloggt: Ihr könnt jetzt meinen Blog ganz einfach per Mail abonieren. Einfach hier drüben an der Sidebar eintragen. Außerdem bin ich auch wieder auf Bloglovin und habe ein Pressekit erstellt.

Geslammt: Beim U20 Sprachaktiv sind wieder eine Menge junger Poet*innen aufgetreten. Moderiert habe ich dieses Mal mit Louise Kenn. Sowohl im Line-Up als auch im Publikum war es sehr voll. Ich denke, dass die Veranstaltung nach zwei Jahren schon irgendwie in der Stadt „angekommen“ ist. Dafür sprechen konstante Besucher*innenzahlen, aber vor allem die lokale U20 Szene, die sich nach und nach entwickelt hat. Wir haben mittlerweile keine großen Probleme mehr, Plätze im Line-Up mit Leuten von vor Ort zu füllen und das ist doch toll, wenn man bedenkt, dass wir anfangs immer Leute von außerhalb einladen mussten, weil es hier wenige-keine Slammer*innen gab.

Gefeiert: Für ein paar Stunden ging es zu einer Geburtstagsfeier, die aber gleichzeitig auch irgendwie ein Abschied von einem mir sehr wichtigen Projekt war.

Gearbeitet: Eigentlich war da so viel Zeit, aber irgendwie hatte ich in Sachen BA einen richtig argen Hänger. Blöd, wenn da nur noch zwei Wochen Arbeitszeit sind und der größte Hemmer der eigene Perfektionismus ist. „Ich fang erst gar nicht an, das wird eh nicht perfekt“ hat noch niemandem geholfen, aber bremst mich immer und immer wieder aus.

Geärgert: Wer kennt das nicht? Man sitzt den ganzen Tag daheim, um auf ein Päckchen zu warten und unternimmt einfach gar nichts, weil man sonst die wichtige Lieferung verpassen könnte. Irgendwann aktualisiert man frustriert den Online-Sendungsstatus, nur um dann zu lesen, dass man nicht anzutreffen gewesen sei oder findet an der Haustür einen entsprechenden Zettel. So mir passiert nachdem ich von 8 bis 20 Uhr gewartet habe. Und dann nochmal am nächsten Tag. Wahrscheinlich wäre es nicht der Rede wert, wäre mir das nicht mindestens schon sieben, acht Mal passiert.

Artikelfoto rechts von Anne Schwerin

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