Gedanken der Woche KW23

Gedanken der Woche KW23

Bisschen Frust, ein schöner Film, ein schönes Konzert. Die letzte Woche:

Gedacht: Ich weiß nicht mehr wohin mit meinem Frust und der Angst. Zuerst einmal die rassistische Grundstimmung, die scheinbar von vielen immer noch nicht ernst genommen wird. Oben drauf kommt die EM, die leider auch Auswirkungen hat oder zum Rassismus-Anlass genommen wird, wenn es um nicht-weiße Spieler in der Nationalmannschaft geht. Ehrlich, ich freu mich, wenn die deutsche Mannschaft erfolgreich ist, weil das bedeutet, dass sie dann wohl einfach guten Fußball spielt. Schlimm sind aber die damit einhergehenden über-patriotischen Schwünge, denn sobald die Nationalmannschaft gewinnt, „ist man wieder wer“, Attacken durch Hools oder Nazis auf vermeintliche Ausländer*innen schnellen in die Höhe (isso), was aber auch oft die Reaktion nach einer Niederlage ist, weil man dann seinen Frust auf „die anderen“ ablädt.
Hinzu kommen die aktuellen Rape Cases aus Stanford und um Gina-Lisa Lohfink, die mich erstens immens wütend auf das Rechtssystem und somit auch auf gesellschaftlich verankterte Rape Culture machen und mir außerdem mal wieder vor Augen führen, wie man als Frau* sexualisierter Gewalt ausgesetzt ist.

Geschaut: Ich wollte The Martian ewig nicht schauen, da ich nach Interstellar keine Lust mehr auf einen weiteren bedrückenden Space-Film hatte. Bis auf Matt Damon und Jessica Chastain im Stab und die Tatsache, dass beide Filme im All spielen, sind sie total verschieden. Ich bin mittlerweile so GoT-gestört, dass ich es gar nicht wahrhaben kann, wenn niemand stirbt oder etwas Schlimmes passiert. Somit fand ich Martian erstaunlich bouncy und positiv.

Geärgert: Jammer- und Enttäschungsmoment der Woche: Ich bin so selten mit dem Rad unterwegs, einfach weil mein Dad mir fälschlicherweise ein Kinderrad gekauft hat, aber man kam damit hin und her. Umso ärgerlicher war es, dass jemand während des U20 Slams mutwillig das Fahrrad kaputt gemacht hat. Also so richtig kaputt, die Räder drehen sich nicht mehr und sind verbogen, Bremsen kaputt. Dabei hab ich mich doch gerade mit dem Rumfahren angefreundet.

Gehört: Fatoni und Juse Ju sind beim Campusfest aufgetreten und das war sehr schön, auch weil das Publikum Rap-affiner war, als ich gedacht hätte.

Gegessen: Ich bin so selten in Schleußig, weil es einerseits nicht so günstig ist und andererseits weil dort nur scheinbar Schwangere und junge Familie mit Kinderwagen erlaubt sind. Allerdings gibt es ein paar nette Food-Spots wie das Maza Pita zum Beispiel. Während ich dort gegessen habe, durfte ich Besserverdienerinnen dabei zuhören, wie anstrengend Steuer machen ist, dass sie sich nicht zwischen verschiedenen Eigentumswohnungen entscheiden können (lol) und dass in ihrer Gehaltsklasse eine Putzhilfe doch kein Problem sein sollte. Ahja. Ansonsten kann ich auf der Könneritzstraße noch den Echt Unverpackt-Laden empfehlen! Früher in der Woche gab es dann DIY Raw Cheesecake.

Gepasst: Im Juli findet ja die Favourite Fashion Show statt und ich bin als Laufsteg-Model dabei. Ja, das passiert auch mal. Sonntag fand das Fitting statt und ich freu mich auf die Outfits und vor allem auf die lieben Menschen die drum herum dabei sind. Kiss&Tell und Sarah organisieren, Madlen macht das Make-Up und so wird es auch irgendwie ein Bloggerinnen-Treffen.

Geplant: Ich hab immer noch viel zu viel Zeug daheim. Seit November habe ich keine Klamotten gekauft, die Ausnahmen sind ein Mantel, ein Shirt und Jeans-Hosen. Meine Garderobe ist somit komplett. Wenn ich unbedingt etwas haben will, dann soll es Second Hand und/oder fair sein – machbar! Nur für Sneaker weiche ich von diesem Prinzip ab, aber die lege ich mir ja auch nur alle halbe Jahre zu. Da mich die restlichen Klamotten nerven, spende ich einen Teil und den anderen Kram werde ich versuchen, diesen Sonntag in der Ilse beim Flohmarkt zu verkaufen! Kommt da mal rum.

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