Fashion: Über Dresscodes auf Festivals und sogennante Festivalmode.

Festival-Fashion wird für die meisten ein Begriff sein. Blumenkränze, gefärbte Haare, Aufklebetattoos und so weiter. Auf einem Festival kennt dich eh keine_r und so scheint es, als ob sich manche Menschen für ein langes Wochenende regelrecht verkleiden. Dass auf einmal der Zwang besteht, auf einem Festival wie aus dem Katalog entsprungen auszusehen und ob das noch etwas mit Musik zu tun hat, lest ihr nach dem Sprung. 


Mittlerweile sind wir gut in der Festival-Saison angekommen und auch die verschiedensten Online-Shops werben mit Festival Essentials. Versteht mich nicht falsch, ich bin definitiv ebenfalls ein Fan sogennanter Festivalmode und kleide mich auch gerne „sommerlicher“, aber es gibt da doch ein paar Punkte die mich stören.

1. Warum ist das Tragen solcher Teile anscheinend nur für Festivals konzipiert?
Ich bin nicht das Modemädchen, das sich mit allen aktuellen Kollektionen auskennt oder jeden Trend mitmacht. Folglich finde ich es unnötig einige Kleidungsstücke vehement in die Festivalschublade zu stecken. Auf Festivals sieht der ein oder die andere oftmals verkleidet aus, denn anscheinend müssen all die Kleidungsstücke, für die im Alltag der Mut fehlt, auf dem Festival übereinander gezogen werden. Ich bin ja dafür, dass man sich auch beim Klopapierkauf  „festival-esk“ kleiden kann und sich da nicht so beschränken sollte.
Der erste Punkt ist nur ein Gedanke von mir. Viel aktueller finde ich Folgendes:
2. Warum kommt man sich bei manchen Festivals wie auf dem Laufsteg vor und geht es nicht eigentlich um die Musik?
Wenn vor der Hauptbühne dann nur noch Menschen stehen, die so aussehen, als seien sie von bunten Instagram-Bildern direkt auf das Gelände gesprungen, dann ist das einerseits ganz schön, andererseits entspricht das nicht so ganz dem Festival-Gedanken. Ich meine damit den Umstand, dass es doch um die Musik gehen sollte und nicht primär um das Outfit. Es geht darum eine gute Zeit zu haben, egal ob man sich drei Tage lang nicht geduscht hat oder in der neusten Streetwear steckt. Nur weil man sich für ein Wochennde mal „gehen lässt“, sollte dafür niemand abwertende Blicke ernten oder gar als reudig bezeichnet werden. Fuhr man nicht mal eine Zeit lang auf Festivals und wusste dass man danach wie ein Hobo aussieht, weil es völlig okay war, nicht auf seine Haare, das Make-Up und die Klamotten zu achten? Niemand sollte sich underdressed fühle oder irgendeiner Mode gerecht werden müssen. Der Lieblingsband wird es sowieso egal sein, was man trägt oder in welchem Schuhwerk man steckt.
Denn mal ehrlich, Birkenstocks machen sich schlecht im Schlamm und sind ja auch eher was für – eh naja wenn überhaupt für zu Hause. 

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